Bergwanderung im Lechtal - Edgar Hirth berichtet Eine 7-köpfige Abordnung des LCW (Werner Stoll, Roland Hamm, Willi Rath, Rolf Wasem, Thomas Maier, Herrmann Strein und Edgar Hirth) traf sich am Freitag 12.07. im Morgengrauen, um die Fahrt nach Gramais in Tirol anzutreten, von wo aus Werner Stoll eine 3-tägige Hüttenwanderung organisiert hatte. Im Grunde unvernünftig, doch für solche Vorhaben meist unvermeidlich war unser vorgehen, gleich nach Anreise auf 1300 m auf knapp 2500 m aufzusteigen, was aufgrund der Höhenunterschiede konditionell alles abverlangt, wie dies nach 6-stündigem Aufstieg über die Kogelsseescharte bei Ankunft in unserem Etappenziel, der Hanauer Hütte, in allen Gesichtern zu lesen war. Doch nach kurzer Erfrischung, wieder in trockenen Kleidern und nach opulentem Abendessen, gelangte man sehr schnell wieder zu Kräften, so dass teilweise auch noch der verlängerte Ausschank in der Hütte genutzt wurde um die Flüssigkeitsverluste des Tages wieder ausgleichen zu können. Der zweite Tag, einigermaßen akklimatisiert und wieder bei Kräften, sollte eine Wanderung in 2 Etappen zum Württemberger Haus beinhalten, die allerdings etwas anders verlaufen ist als geplant. Ein Anstieg über die westliche Dremelscharte 2434 m bis zur Steinseehütte verlief noch nach Plan. Die Auskunft des dortigen Hüttenwirts zur geeigneten Strecke von 2 möglichen Varianten veranlasste uns später, die Gruppe aufzuteilen. Roland und Hermann entschieden sich für die kürzere und etwas schwierigere Strecke, der Rest ging den weiteren und angeblich einfacheren Weg, was sich jedoch nicht bestätigten sollte. Am späteren Nachmittag stand man vor einer schwierig zu überwindenden Passage unterhalb der Bittrichscharte und beobachtete weiter oben, dass kurz unterhalb der Scharte eine Gruppe Wanderer verharrte und im steilen Schneefeld nicht mehr vorwärts kam. Wir beschlossen daher, aus Sicherheitsgründen umzukehren und ins Tal nach Gramais abzusteigen, welches wir dann nach weiterer 4 stündiger Wanderung erst gegen 20:00 Uhr erreichten. Roland und Hermann hatten über ihre Wegvariante das Württemberger Haus erreicht, wir konnten die beiden erst am späteren Abend informieren, dass wir bereits im Tal sind und es mit dem gemeinsamen Hüttenabend nichts mehr werden könne. Zum Glück konnten wir noch ein Quartier in der örtlichen Gaststätte bzw. einer benachbarten Ferienwohnung ergattern. Für den Sonntag verblieb uns Absteigern dann nur noch die Rückfahrt, in die wir einen kleinen Abstecher nach Gunzesried, zu Familie Endreß ins „Gerstenbrendle“ eingebaut hatten, wo wir zum Mittag eintrafen und uns nach einer Erfrischung mit Allgäuer Bergkäse zu versorgen. Roland und Hermann hatten vom Württemberger Haus noch einen gehörige Auf- und Abstieg zu bewältigen bevor sie in Gramais angekommen und von dort ebenfalls die Heimreise antreten konnten. Am Ende noch unser aller Dank an Werner Stoll für seine Planungen und Vorbereitungen, wenn auch nicht alles planmäßig verlaufen ist, so konnten wir an diesem Wochenende dennoch bei strahlend blauem und wolkenlosem Himmel, üppig blühender Bergflora und grandiose Weitblicken die einzigartige Bergwelt in den Lechtaler Alpen genießen und zumindest einen Hüttenabend gemeinsam verbringen. Doch nach dem Motto: „Sicherheit geht vor“, war es auch im Nachhinein nur vernünftig, den Abstieg ins Tal zu wählen, als eine kritische Bergnot-Situation zu riskieren.
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