Elke Mönch und Thomas Richter berichten vom Swiss-Alpine in Davos

Der Swiss-Alpine immer eine Anstrengung wert

Als wir am Samstagabend gegen 21:00 Uhr noch einen kleinen Spaziergang ins Stadion von Davos machten, trauten wir unseren Ohren nicht. Der Stadionsprecher des Swiss Alpine-Marathon kündigte zwei Teilnehmer des K78 an, die kurz vor dem Zieleinlauf waren: ein blinder Läufer mit seinem Begleiter. Nur wenige Minuten später bogen die beiden auch schon auf das Sportgelände ein und die noch anwesenden Zuschauer spendeten riesigen Applaus.

Nun aber der Reihe nach. Wir, Elke und Thomas, hatten uns schon früh im Jahr entschieden, an einem der Swiss Alpine-Wettbewerbe teilzunehmen. So starteten wir am Freitag mit dem Wohnmobil in Richtung Davos und waren auch schon rechtzeitig da, was uns einen tollen Übernachtungsplatz direkt hinter dem Eisstadion bescherte. Am nächsten Tag war es dann soweit, Elke nahm sich den K42 vor, und ich versuchte mich am K21.

Thomas' Erlebnisse vom K21
Zum K21, der eigentlich K22,9 heißen müsste, musste ich bei starkem Regen und Wind zuerst eine Reise mit dem Zug zur Sunnibergbrücke bei Klosters unternehmen. Auf dem ersten Drittel der Zugfahrt ging es ca. 10 Minuten nur bergab. Auf dem zweiten Drittel ging es ca. 10 Minuten noch weiter bergab und auf dem dritten Drittel ... Auf der Sunnibergbrücke, die komplett für den Verkehr gesperrt war, hatten wir plötzlich strahlend blauen Himmel und Sonnenschein. Der erste Startblock mit den Läufern, die das Ziel hatten unter 2:05 Std. zu laufen, ging pünktlich um 14:05 Uhr auf die Strecke. Das zweite Starterfeld und ich, liefen um 14:30 Uhr los. Für mich folgte nun ein Lauf über 2:45:58 Stunden, mit 750 positiven Höhenmetern, mit Anstiegen, die einem alles abverlangten und mit tollen landschaftlichen Ausblicken - ein echter Swiss Alpine.
Zuerst 15 km Anstieg auf ca.1600 m über N.N, dann noch 8 km leicht abwärts nach Davos und eine halbe Runde im Stadion. Die Strecke war sehr gut zu laufen und die Helfer an der Strecke haben sich sehr bemüht, die Läufer zu verpflegen. Zum Überqueren der Straßen wurden zwei Brücken aus Baugerüst angefertigt. Die meisten Läufer wären sicher lieber durch einen Tunnel gekrochen, als die vielen Stufen auf der einen Seite hoch und auf der anderen Seite wieder runter zu steigen. Pünktlich zum Einlauf ins Stadion fing es wieder an zu regnen, was mich aber nicht davon abhielt, ganz genüsslich mein wohlverdientes (alkoholfreies) Weizenbier zu trinken.

Elkes Eindrücke vom K42
Bei strahlendem Sonnenschein setzte ich mich morgens in Davos in den Zug, der die Läufer nach Bergün brachte. Doch schon während der Bahnfahrt zogen schwarze Wolken auf. In der Ferne donnerte und blitzte es. In Bergün angekommen, öffnete der Himmel seine Schleusen. Wir waren froh, als der Startschuss fiel und wir uns auf den Weg machen konnten. Etliche Auf- und Abstiege (+1.720 m/ -1.550 m) und teilweise raue Bergtrails erwarteten uns. Nach einigen Kilometern hörte der Regen auf. In weiter Ferne konnten wir die Keschhütte in strahlendem Sonnenschein erkennen. In diesem Jahr führte die Strecke wieder über den Sertigpass, dann nach Sertig Dörfli, Clavadel bis ins Ziel nach Davos. Als ein „hochalpines Juwel" hatte der Veranstalter diesen Lauf in seiner Ausschreibung bezeichnet. Das konnte ich nur bestätigen, als ich nach 5:42 h ins Ziel kam.
Elke und Thomas.

  • 2012-08-Swiss-Alpine-1-1
  • 2012-08-Swiss-Alpine-3-klein
  • 2012-08-Swiss-Alpine-5-klein
  • 2012-08-Swiss-Alpine-2-2-klein
  • 2012-08-Swiss-Alpine-4-klein





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